Vorgeschichte

Ende der sechziger Jahre kamen US-amerikanische Militärstrategen zu der Überzeugung, dass es für ihre Zwecke förderlich sei, Computer die auch entfernt voneinander stationiert waren in Verbindung zueinander zu bringen. Man wollte so zum einen die Möglichkeit erlangen, dass die einzelnen Anwender miteinander direkt kommunizieren konnten und zugleich das Teilen (sharing) von Computerressourcen (z.B. CPU-Rechenzeit) erreichen. Ebenso wollte man erreichen, dass die Informationsstruktur beim Ausfall eines oder sogar mehrerer Rechner (z.B. im Falle eines Krieges) erhalten bliebe. Es sollte also keiner zentralen Steuerung unterliegen und jede Komponente des Netzes sollte den gleichen Stellenwert innerhalb des gesamten Netzes besitzen.

 

Transportprotokolle

Auch sollte der Datentransfer so erfolgen, dass man sicher sein konnte, dass die Datenpakete auch vollständig vom Absender zum Empfänger gelangten. Hierfür wurde das Transportprotokoll NCP (Network Control Protocol) benutzt. NCP lief aber nur auf bestimmten Hardwaresystemen oder man war gezwungen andere Geräte (z.B. Honeywell) als Datenübermittler zu benutzen, die dann dem eigentlichen Rechner vorgeschaltet wurden. Aus diesem Grund entschloß man sich 1977 zur Entwicklung eines neuen Protokolls Hieraus entstand das TCP/IP (Transmission Control Protocol und Internet Protocel), welches seit 1983 bis heute benutzt wird.

 

Entstehungsgeschichte des Internets

1969 wurde dann das ARPANET (ARPA = Advanced Research Projects Agency) in Betrieb genommen. Dieses erste funktionierende Netz, bestand aus vier Computern, welche über eine 56-Kbit-Leitung verbunden waren.. Zum damaligen Zeitpunkt galt diese Leistung als sehr schnell. (1 Kbit = etwa 100 Zeichen in der Sekunde).

1972 wurde es öffentlich gemacht und immer Universitäten und Forschungseinrichtungen begannen sich dem Netz anzuschließen. Bereits Ende des Jahres endete die freizügige Unterstützung des Pentagons und der Zugang zum Netz, dem man inzwischen ein „D“ für Defense (Verteidigung) an den Anfang gestellt hatte wurde wesentlich erschwert.

Um den Maßnahmen des Pentagons entgegenzuwirken und nicht auf deren Netzwerk angewiesen zu sein bauten US-Universitäten parallel zum ARPANET das CSNET (Computer Science Research Network) auf. Dieses wurde 1983 vom alten Transportprotokoll auf das neue TCP/IP umgestellt.

Mitte der Achtziger schloss sich das CSNET mit dem NSFNET zusammen. Letzteres war von der NSF (National Science Foundation) entwickelt worden und war wesentlich leistungsstärker als das ursprüngliche ARPANET. Das NSFNET, welches bereits 1988 die Leistung des ursprünglichen Netzes um mehr als das dreißigfache übertraf, entwickelte sich zum schnellsten und modernsten Netz, dem sich sogar die NASA anschloss.

1985 war der Anschluss an das Netz dermaßen einfach geworden, was zu einem zusätzlichen Anstieg der Teilnehmer führte

1990 bestand das Netz bereits aus 3.000 lokalen Netzen mit über 200.000 eingebundenen Computern.

Als Tim Barner-Lee im Mai 1990 ein „in sich verbundenes aber nicht lineares Informationssystem“ vorschlug, war das WWW geboren.

1993 wurde ein Browserclient mit grafischer Benutzeroberfläche vorgestellt. Mit diesem Browser namens „Mosaic“ wurde nun auch das Internet für technisch nicht versierte Benutzer zugänglich. Der Softwareentwickler dieses Browsers Marc Andreessen gründete später die Firma Netscape.

 

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